Tor

Mit ↑Tor wird die Browser-Kommunikation verschlüsselt über eine zufällig gewählte Kette von Zwischenstationen abgewickelt, die weltweit verteilt sind. Dadurch sieht der Internet-Provider von Alice nur noch ihre verschlüsselte Kommunikation mit dem ersten Tor-Server. Er lernt also wesentlich weniger über Alice als zuvor. Der eigentlich von Alice besuchte Web-Server sieht demgegenüber nur eine Anfrage des letzten Tor-Servers der Kette, weiß aber nicht, dass die Kommunikation von Alice initiiert wurde.

Im Gegensatz zu ↑JAP/↑JonDo zeichnen Tor folgende Besonderheiten aus. Erstens kann mit Tor nicht nur Browser-Kommunikation im Web anonymisiert werden, sondern beliebige TCP-Kommunikation wie Instant Messaging, IRC, SSH …, siehe ↑Torify Howto. Zweitens sind die Tor-Server weltweit verteilt. Drittens kann jede/r Einzelne einen ↑eigenen Tor-Server betreiben, von dem man dann schon mal weiß, dass er vertrauenswürdig ist. Die Rechtslage zum Betrieb eines Tor-Servers in Deutschland kann ich nicht beurteilen — es wurden schon Server ↑beschlagnahmt.

Die einfachste Art, mit Tor zu experimentieren, ist die Installation des ↑Tor-Browser-Pakets, das sowohl Tor als auch eine modifizierte Version des Firefox beinhaltet und das direkt vom USB-Stick gestartet werden kann. Insbesondere kommt hier die Firefox-Erweiterung Torbutton zum Einsatz, deren ↑Kombination mit weiteren Erweiterungen empfohlen wird, um JavaScript, Cookies und Cache zu kontrollieren.