Wenn Alice nicht möchte, dass jede/r ihre E-Mails an Bob lesen kann, sollte
sie Bob überzeugen, dass er ein
↑PGP-Schlüsselpaar
bestehend aus geheimem und öffentlichen Schlüssel erzeugt (z. B. mit dem frei
verfügbaren ↑GnuPG)
und seinen öffentlichen Schlüssel veröffentlicht. Dann kann Alice ihre
E-Mails mit Bobs öffentlichem Schlüssel verschlüsseln, und nur Bob kann diese
mit seinem geheimen Schlüssel entschlüsseln. (Wie das im Detail funktioniert,
können Sie im
↑GNU-Handbuch zum Schutze der
Privatsphäre nachlesen.)
In diesem Fall kann z. B. Alice' Internet-Providers nur noch sehen, dass Alice vertrauliche E-Mails an Bob schickt, kann aber den Inhalt nicht mehr lesen. Evtl. möchte Alice aber gar nicht, dass überhaupt jemand von ihrer Kommunikation mit Bob weiß. Dann muss Alice weitergehende Maßnahmen ergreifen und könnte z. B. ↑Remailer verwenden, die nach dem oben beschriebenen Prinzip von Chaum die E-Mail mehrfach verschlüsselt über Zwischenstationen zu Bob weiterleiten und dabei identifizierende Daten entfernen.
Ein aktuelles Remailer-Projekt mit frei verfügbarer Software ist ↑Mixminion. In der einfachsten Form schreibt Alice ihre (mit ↑GnuPG verschlüsselte, evtl. auch signierte) E-Mail in eine Textdatei und verschickt diese dann durch das Kommando
mixminion send -t empfaenger@... \ --subject "VDS ist nicht effektiv" \ --from "Anonymer Sender" -i textdateimehrfach verschlüsselt über weltweit verteilte Zwischenstationen, auf denen die Mixminion-Server-Software läuft. Wenn Alice die direkte Kommunikation mit dem Mixminion-Netz zu verdächtig erscheint, sendet sie ihre E-Mail mittels
torify mixminion send -t empfaenger@... \ --subject "VDS ist nicht effektiv" \ --from "Anonymer Sender" -i textdateidurch das Tor-Netz zum ersten Mixminion-Server.